Wenn es vermieden wird, über Familienmitglieder zu sprechen.

Dieser Artikel in der “Zeit Campus” hat mich heute doch sehr berührt.
Darin geht es um eine Frau, die schon in jungen Jahren mit dem Moped von Deutschland nach Schweden aufgebrach. Lange Zeit war sie unterwegs und hatte jeden Tag in einer völlig fremden Umgebung übernachtet. Das Moped mit all seinen Macken hat sie selbst unterwegs instand gesetzt.
Wieder zuhause in Hessen, erging es ihr mit ihrer Familie dann weniger gut, so dass sie sich zurückzog und zu einer Art Einsiedlerin wurde. Kaum ein Familienmitglied hatte noch Kontakt zu ihr.

Ihre Geschichte wurde von der Nichte niedergeschrieben, die sich auf die Spuren ihrer Großtante gemacht hatte, um herauszufinden, wer “Tante Anita” eigentlich war.

Mir zeigt diese Geschichte auf, dass wir immer vesuchen sollten, mit unserer Familie -und sei sie noch soweit entfernt- in Kontakt zu bleiben. Familiengeschichten dürfen nie in Vergessenheit geraten. Selbst die nachfolgenden Generationen sollten noch über ihre Herkunft bescheid wissen.
Deshalb finde ich, sollte sich jeder an seine Biografie setzen, um seine und die Geschichten der Vorfahren weiterzugeben.
Erinnerungen schwinden meist so schnell wie Wolken am Himmel.

Hier geht es zum Artikel von Sarah Obertreis in der Zeit Campus:

https://www.zeit.de/campus/2019/01/familiengeheimnisse-raetselhafte-angehoerige-spurensuche-einsamkeit

Foto: Pixabay – ohne Bezug zum Originalartikel